Was Intimität einer Beziehung schenkt
Intimität ist nicht nur Körpersache: Sie nährt die Verbindung. Drei Studien zeigen, was sie Paaren wirklich bringt.
Einmal pro Woche, und Qualität zuerst
Bei über 30.000 Menschen beobachteten Forschende, dass das Wohlbefinden mit der Häufigkeit von Sex steigt … bis etwa einmal pro Woche, danach bleibt es stabil. Darüber hinaus ist es nicht schlechter, im Durchschnitt aber auch nicht besser. Die Botschaft beruhigt: Es gibt keinen Wettlauf, nur Zeit, die man sich füreinander nimmt.
Zärtlichkeit macht den Unterschied
In vier Studien mit Paaren in den USA und der Schweiz entstanden die positiven Gefühle rund um Intimität zu einem großen Teil durch Zärtlichkeit: liebevolle Gesten, Kuscheln, Vertrautheit. Die Wirkung war noch am nächsten Tag spürbar.
Eine Wirkung, die 48 Stunden anhält
Bei frisch verheirateten Paaren, die täglich begleitet wurden, blieb die sexuelle Zufriedenheit bis zu zwei Tage nach einem intimen Moment erhöht. Paare mit dem stärksten „Nachglühen“ waren auch einige Monate später zufriedener mit ihrer Beziehung.
Kurz gesagt
- Findet einen Rhythmus, der zu euch passt, oft um einmal pro Woche, ganz ohne Druck.
- Zärtlichkeit davor, dabei und danach zählt genauso viel wie der Akt selbst.
- Zeit zu zweit stärkt die Verbindung auf Dauer.
Quellen
- Muise A., Schimmack U., Impett E.A. (2016). Sexual frequency predicts greater well-being, but more is not always better. Social Psychological and Personality Science, 7, 295–302. worlddatabaseofhappiness.eur.nl
- Debrot A., Meuwly N., Muise A., Impett E.A., Schoebi D. (2017). More than just sex: affection mediates the association between sexual activity and well-being. Personality and Social Psychology Bulletin. pubmed.ncbi.nlm.nih.gov
- Meltzer A.L. et al. (2017). Quantifying the sexual afterglow: the lingering benefits of sex and their implications for pair-bonded relationships. Psychological Science. www.psychologicalscience.org
Diese Studien sind Beobachtungsstudien: Sie beschreiben durchschnittliche Tendenzen. Jedes Paar hat seinen eigenen Rhythmus, und es zählt der, der für euch beide passt.