Beziehung · · 3 Min. Lesezeit
Paarrituale, Gewohnheiten, die verbinden
Jedes Paar hat seine kleinen Gewohnheiten: den ersten Kaffee am Wochenende, den Sonntagsspaziergang, die Art, sich gute Nacht zu sagen. Diese Rituale wirken alltäglich, doch Forschende schreiben ihnen eine echte Rolle zu.
Mehr als Routine
Die Forschung unterscheidet Routine, die man aus Notwendigkeit erledigt, vom Ritual, das für die Beteiligten eine Bedeutung hat: Man freut sich darauf, es ist einem wichtig, es sagt etwas über „uns“. Ein Überblick über fünfzig Jahre Familienforschung brachte solche Rituale mit größerer Zufriedenheit im Paar und einem Gefühl der Zugehörigkeit in Verbindung.
Rituale, die verbinden
Eine Studie mit 150 verheirateten Paaren in Portugal beobachtete: Wer den eigenen Paarritualen mehr Bedeutung beimaß, fühlte sich näher und bewertete die Beziehung besser. Die Studie zeigt einen Zusammenhang, keine Ursache, bestätigt aber, dass diese kleinen Verabredungen zählen.
Eigene Rituale schaffen
Ein Ritual muss nicht spektakulär sein, nur eures. Ein fester Abend in der Woche, eine Art, Erfolge zu feiern, eine Nachricht jeden Mittag oder ein Moment zu zweit, den ihr abwechselnd vorbereitet: Genau das ist die Idee hinter den Rhythmen, die ihr in der App wählt.
Quellen
- Crespo C., Davide I.N., Costa M.E., Fletcher G.J.O. (2008). Family rituals in married couples: links with attachment, relationship quality, and closeness. Personal Relationships, 15(2), 191–203. doi.org
- Fiese B.H., Tomcho T.J., Douglas M., Josephs K., Poltrock S., Baker T. (2002). A review of 50 years of research on naturally occurring family routines and rituals: cause for celebration? Journal of Family Psychology, 16(4), 381–390. pubmed.ncbi.nlm.nih.gov
Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine fachliche Beratung. Die zitierten Studien beschreiben Zusammenhänge in bestimmten Gruppen, ohne eine Ursache zu beweisen.
Ein gemeinsam gewählter Rhythmus, abwechselnde Überraschungen, diskrete Erinnerungen.